Vortrag mit dem Nazi-Aussteiger Christian Weißgerber

(Neo-)Nationalsozialismus und das damit verbundene rassistische und faschistische Gedankengut breiten sich seit Jahren wieder vermehrt in Deutschland aus. Dresden ruft sogar einen ersten „Nazi-Notstand“ aus.

 


Christian Weißgerber war Teil dieser erschreckenden Entwicklung. Am Donnerstag, dem 7. November 2019, um 19.00 Uhr wird er in der Mensa des Siebenpfeiffer-Gymnasiums erklären, wie Neo-Nationalsozialismus funktioniert, wieso er Nazi war und wieso er sich dazu entschlossen hat, die Szene zu verlassen.

 

 

 

Die Veranstaltung findet in enger Kooperation mit der Anti-Rassismus-AG des Gymnasiums, der Kontaktstelle Holler und dem Jugendfonds Kusel statt und ist für alle Interessenten offen. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt und wir freuen uns auf zahlreiche Besucher.

 

 

 

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Churches for Future - Kirche und Klima, wie passt das zusammen?

 

 

 

CHURCHES FOR FUTURE

 

- Kirche und Klima, wie passt das zusammen?

 

 

 

"Wir können niemandem die Schuld zuweisen - außer uns selbst. Verantwortlich sind wir alle."

 

Dekan Lars Stetzenbach

 

 

 

Ein überraschend großes Publikum versammelte sich am Freitag, dem 20.09.2019 auf dem Koch'schen Marktplatz in Kusel. Der Grund: Ein ökumenischer Aufruf der evangelischen und katholischen Gemeinde, sich gemeinsam für den Klimaschutz einzusetzen. 

 

Abgesehen von einigen Schulklassen waren auch zahlreiche ältere Menschen anwesend. Menschen, die zugegebenermaßen nicht dem typischen Bild von Fridays for Future entsprechen, eine Bewegung, die ja hauptsächlich von Schülern getragen wird.

 

 

 

Aber vielleicht gerade deshalb war die Veranstaltung so wichtig: Weil sie tatsächlich die gesamte Gesellschaft und auch ein älteres Publikum abholte. Dadurch werden wichtige Anliegen "unserer" Generation vermittelt und vielleicht auch Berührungsängste abgebaut. 

 

 

 

Warum nun aber Churches for Future?

 

Braucht die Kirche ein gesondertes Etikett für ihren Einsatz gegen den Klimawandel? 

 

Und braucht die Gesellschaft einen Klimaschutz aus explizit religiöser Perspektive?

 

Es drängt sich unwillkürlich ein Gedanke auf: Die Kirche als Trittbrettfahrer, die die Popularität einer weltweiten Jugendbewegung nutzen möchte. Diesen Vorwurf möchte der Dekan gleich zu Beginn aus dem Weg räumen:

 

"Dabei springen wir als Kirche nicht auf einen bereits fahrenden Zug auf, sondern besinnen uns (...) auf einen von Gott an den Menschen gerichteten Auftrag: Er hat dem Menschen die Erde gegeben.(...)Aber eben auch zur Bewahrung."

 

 

 

Abgesehen davon ist ein häufiger Vorwurf an Religion und Kirche, aus der Zeit gefallen zu sein. Viele junge Menschen empfinden sie als an ihrer Lebensrealität vorbeigleitend. Insbesondere vor diesem Hintergrund ist es begrüßenswert, dass gerade die Kirche Initiative zeigt und aktiv wird. Der Klimawandel ist eines der aktuellsten und am meisten diskutiertesten Themen - in der gesamten Gesellschaft, also warum nicht auch in der Kirche? 

 

 

 

Von Fridays for Future als generelle Bewegung kann man überzeugt sein oder nicht, sowohl Kritik als auch Lob ist berechtigt.

 

Aber letzlich ist es irrelevant, ob sich eine religiöse oder staatliche Institution oder auch nur eine einzige Privatperson die Wichtigkeit des Klimaschutzes betont. Ebenso irrelevant ist die Namensgebung, ob man sich "Fridays" oder "Churches for Future" nennt.  Ob man sich auf Religion oder Moral oder auch einfach darauf beruft, in 50 Jahren noch Schneemänner bauen zu wollen.

 

Wichtig dagegen ist, dass der Koch'sche Markt an diesem Freitag voller Menschen war, bereit, sich mit dem Klimaschutz auseinanderzusetzen - insbesondere dank des Engagements der evangelischen und katholischen Gemeinde Kusel.

 

 

 

Von Sophia Kisner, MSS13

 

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Jugendgedenkfahrt zum Westwall und zur Maginot-Linie

 

 

80 Jahre nach Beginn des zweiten Weltkrieges (1939)

 

 

 

Vom 09.-10.10 fand eine Jugendfahrt für Pfälzer Schüler/innen zum ehem. Westwall und zur ehem. Maginot-Linie statt. Organisiert und finanziert wurde diese vom Bezirksverband Pfalz. 

 

 

 

Wir starteten Mittwoch Morgen in Kaiserslautern. Weitere Zustiege waren Neustadt an der Weinstraße und Landau. Von Landau aus fuhren wir zu unserem ersten Halt, dem Westwallmuseum Bad Bergzabern. 

 

Dort besichtigten wir die letzten erhaltenen Artilleriebunker des Westwalls. 

 

Einer der Bunker ist der Entwicklung, Errichtung, Nutzung und Bedeutung der noch vorhanden Ruinen der Bunkeranlagen gewidmet. 

 

Der Zweite, mit rekonstruiertem Innenraum, wurde so originalgetreu wie möglich eingerichtet. Nicht nur ein 10,5 cm Geschütz ist zu sehen, auch der wiederhergestellte Unterkunftsbereich und das ehemalige Munitionslager bieten einen authentischen Einblick in das wohl eher klaustrophobische Bunkerleben.

 

https://www.otterbachabschnitt.de

 

 

 

Danach wurden wir durch Bad Bergzabern geführt. 

 

Herr Keddigkeit zeigte der Gruppe die deutschen Panzersperren des Westwalls und erklärte, wo sich früher Bunker befanden und wie man versucht hatte diese zu tarnen.

 

Nach einem Mittagsimbiss im Gasthaus Schaidt hatten wir ein Zeitzeugengespräch mit zwei Damen, die uns berichteten, was sie während des zweiten Weltkrieges und unter allierter Besatzung erlebt hatten. 

 

Gegen 17:00 kamen wir in der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Niederbronn-les-Bains an.

 

https://www.jbs-niederbronn.de/ueber-uns.html

 

 

 

Danach zeigte der Inhaber Herr Klein in einer beeindruckenden Powerpoint Präsentation („Scheibenhard(t) -Ein Dorf zwischen Westwall und Maginot-Linie”) auf, wie sich die Beziehungen von Menschen verändern, wenn ein Dorf plötzlich in Nord und Süd, Deutschland und Frankreich geteilt wird. 

 

Nach einem leckeren Abendessen hatten wir noch etwas Freizeit, bevor wir auf unsere Zimmer gingen.

 

 

 

Am nächsten Morgen besuchten wir den Soldatenfriedhof Niederbronn-les-Bains („Cimetière militaire allemand”). Dort liegen ausschließlich Deutsche, die zwischen 1939 und 1945 ums Leben kamen.

 

Zuvor sprachen wir mit einer Mitarbeiterin der Begegnungsstätte über verschiedene Einzelschicksale. 

 

 

 

Nach dem Mittagessen fuhren wir nach Hunspach, wo wir an einer Führung durch den „Ouvrage de Schoenenbourg”, einen Großbunker der Maginot-Linie, teilnahmen. 

 

Die Festung lag von 1940 bis zum Ende des Krieges im Feuer der deutschen Artillerie -ohne zu fallen- und wurde erst sechs Tage nach dem Waffenstillstand auf Befehl des franz. Oberkommandos geräumt. 

 

Deshalb der Leitspruch:

 

„Combattu, mais invaincu”, „Bekämpft, aber unbesiegt.”

 

Heute ist das Fort im Originalzustand und vollständig eingerichtet. Inklusive Kaserne, Lazarett, einem Kraftwerk, dem Befehlsstand, einem der Kampfbunker und verschiedenen Ausstellungen.

 

Nach drei Stunden unter Tage kehrten wir zum Bus zurück und machten uns auf den Heimweg.

 

https://www.maginot-hackenberg.com/?page=home&lang=de

 

 

 

Es war eine sehr lehrreiche und auch berührende Fahrt. Besonders der Soldatenfriedhof ließ uns nachdenklich werden. Hier lagen Menschen die nur wenige Kilometer entfernt ihr Leben gelassen hatten. Offiziere, Soldaten, aber auch Zivilisten und Kinder.

 

 

 

Am meisten berührt hat mich jedoch das Zeitzeugengespräch. 

 

Einen Satz, den Frau Burkart nach dem eingentlichen Gespräch zu mir sagte werde ich wohl nie vergessen.

 

„Ihr müsst aufpassen, dass so etwas nie wieder passiert!”

 

 

 

Wir als junge Generation sind für die Zukunft verantwortlich. Wir müssen dafür sorgen, dass so etwas nie wieder geschieht.

 

von Sina Ellinghaus

 

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Mina Abedelmasih

 

Heute, am 27. September 2019, ist offizieller Tag des Flüchtlings. Dies haben wir als Anlass genommen, um die schon länger geplante Serie „Gesichter unserer Schule“ zu starten – und zwar mit Mina Abedelmasih, der selbst vor ein paar Jahren als Geflüchteter nach Deutschland kam. Ihr wollt mehr über ihn und seine Geschichte erfahren? Wir auch! Deshalb haben wir ein wirklich interessantes Interview mit ihm geführt:

 

 

 

Name  : Mina Abedelmasih

 

Alter    : 19, geb. am 1. Januar 2000

 

LKs       : Mathe, Chemie, Erdkunde

 

Hobbys: Fußball, Klavier/ Keyboard spielen, Volleyball

 

 

 

Redaktion: Hallo Mina, vielen Dank, dass du dir heute Zeit für ein kurzes Interview mit uns genommen

 

                    Hast. Dabei geht es allein um dich und deine Geschichte! Bevor du

 

                    nach Deutschland gekommen bist, hast du in Ägypten gelebt. Wo genau denn?

 

Mina:          In Sohag, das liegt 255km nördlich von Luxor.

 

Redaktion: Und wann bist du dann nach Deutschland gekommen bzw. wie lange hast du in Ägypten 

 

                     gelebt?

 

Mina:           Ich bin seit Ende 2013 in Deutschland, also seit 6 Jahren. Ich habe in Ägypten 12-13 Jahre

 

                      gelebt.

 

Redaktion:   Du bist ja mit deiner Familie nach Deutschland gekommen - Wie seid ihr denn hergekommen?

 

Mina:           Meine Eltern, Geschwister und ich sind mit dem Flugzeug nach Deutschland gereist.

 

Redaktion:  Und was war dann dein erster Eindruck, als du in Deutschland angekommen bist? Wie hast du dich

 

                     gefühlt?

 

Mina:          Für mich war alles neu und ich musste mich mit Englisch verständigen. Mein erster

 

                     Eindruck war sehr gut, denn die Deutschen waren sehr nett und freundlich zu mir.

 

                     Außerdem wurde ich von meiner Klasse gut aufgenommen.

 

                     Ich habe Hilfe bekommen, wenn ich was gebraucht habe. Dafür bin ich allen Schülern/

 

                     Schülerinnen, Lehrern /Lehrerinnen, die mir geholfen haben, sehr dankbar.

 

Redaktion: War es generell schwer, sich einzuleben und die deutsche Sprache zu erlernen?

 

Mina:          Deutsch zu lernen war schwierig und ohne meine Mitschüler als auch meine Lehrer

 

                     hätte es nicht geschafft. 

 

                     Ich musste mir neue Freunde suchen. Ich musste auch die deutsche Kultur kennen lernen,

 

                     aber auch das deutsche System.

 

Redaktion: Das glaube ich dir. Deutsch ist auch eine wirklich schwierige Sprache. Bist du eigentlich

 

                    direkt in den Kreis Kusel gekommen?

 

Mina:         Nein, ich bin nicht direkt nach Kusel gekommen. Ich war vorher erst für ein Paar Tage in

 

                    München und danach für etwas zwei Monate in Trier.

 

Redaktion: Hier bei uns auf dem Land sprechen ja die meisten Menschen Dialekt. Hat das das Deutsch

 

                    lernen eigentlich erschwert?

 

Mina:        Am Anfang war es für mich schwer, Deutsch zu verstehen, wenn jemand mit mir Dialekt

 

                   gesprochen hat, aber nachdem ich Deutsch gelernt habe, war das kein Problem mehr und

 

                   ich finde, der Dialekt ist cool.

 

Redaktion: Hast du dich denn von den Menschen um dich herum integriert gefühlt?

 

Mina:          Ja, die Menschen um mich herum haben mir bei der Integration geholfen.

 

Redaktion: Und wie geht es dir heute? Fühlst du dich wohl in Deutschland?

 

Mina:           Mir geht es momentan gut und fühle mich in Deutschland wohl.

 

Redaktion: Und was genau gefällt dir an Deutschland am besten bzw. was vermisst du an Ägypten am

 

                     meisten?

 

Mina:           Die Menschen in Deutschland, die haben mir am besten gefallen, da die Menschen hier

 

                      sich gegenseitig helfen und unterstützen. Was mir auch gefällt, ist, dass hier jeder Rechte

 

                      hat und dass es hier auch Meinungsfreiheit gibt.

 

                      Am meisten vermisse ich meine Freunde und Verwandten.

 

Redaktion: Damit neigt sich unser Interview auch schon dem Ende zu. Zu guter Letzt aber noch eine

 

                     Frage: Was wünschst du dir für die Zukunft?

 

Mina:          Momentan ist es, studieren zu gehen und Apotheker zu werden.

 

Redaktion: Vielen Dank für das Interview, Mina!

 

(hak)

 

 

 

Mehr Informationen zum Tag des Flüchtlings findet ihr z.B. hier:

 

https://www.presseportal.de/pm/63012/4386030

 

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Kurzgeschichte: Die Farben des Sonnenaufgangs, und seine Farben

 

Sie stand alleine an einer Bushaltestelle, neben einem Typen, der aussah wie ein schönes Bild. Nicht etwa eines von denen, die bei einer Ausstellung in der Mitte der weißen Wände hängen, und unter dem sich eine Traube Kunstwissenschaftler versammelt um es stundenlang zu analysieren. Eines, das allen bekannt ist. Nein, er war ein Bild in einer Bar, in der sich jeden Abend dieselben Menschen zum Trinken trafen. Das Bild hing in einer Ecke, darauf zu sehen ein Sonnenaufgang am Meer. Und die Farben waren nebeltriefend und schön und alt. Und das Bild hing dort, fiel niemandem auf seit Jahren, und wenn es jemand sah verwünschte er es und seine blassen Farben, und es hätte nicht gefehlt, hätte man es abgehängt. Doch es hing dort.

 

Und die Tage vergingen,

 

und sie traf ihn jede Woche, und sah ihn an, und sein Anblick stahl ihre Zeit und ihr Herz. Stundenlang, sie konnte ihn betrachten und ihr fiel jede Minute ein neues schönes Detail auf. Und sie sprachen und er war für sie schön.

 

Und so kam es, dass sie in diesem Lokal, in dem das Bild hing, einmal in der Woche am frühen Abend einen Wein bestellte.

 

Sie war alleine und angetrunken. Und sie trank auf den Sonnenaufgang und noch eine Flasche.

 

Sie sah das Bild und keinen Ausweg.

 

Sie sah das Bild jede Woche, und die Wellen und die blassen, nebligen Farben.

 

Und die Sonne.

 

Wie traurig, dachte sie, jeden Abend aufgehend gefangen zu sein, und es nie über den Horizont hinaus zu schaffen.

 

Er war schön, und gefangen. Und sich nicht sicher.

 

Und sein Blau und Rosa und Orange tropfte von seinen Lippen, und er atmete Nebel.

 

Sie sah die Farben. Sie waren überall, auf seiner Zigarette, im Rauch, an seinen Händen, an seinem Pulli und seinen Haaren, an seiner Seele.

 

Er berührte sie und ihren Körper.

 

Sie kam immer seltener, um über ihre Trauer und ihr Ende nachzudenken, sie kam immer häufiger, um Zeit mit sich selbst und dem Bild zu verbingen, sie trank Wasser und betrachtete das Bild und die Menschen. Und sie schrieb eine Geschichte, über das Meer, die Farben, die Sonne und den Nebel und die Schönheit.

 

Und bei jeder Berührung ließ er einen Fleck zurück auf ihr und ihrem Körper. Die Farben sammelten sich in ihren Narben und Alpträumen.

 

Sie lachte, und sie sprach mit ihm lange und schwieg, sie erzählte von den Wellen am Meer und lachte lange, sie hielt seine Hände und liebte ihn.

 

Er stand alleine an der Bushaltestelle und fragte sich, wann er sie wiedersehen würde.

 

Er sah auf seine Hände.

 

Er sah graue Farben, langsam tropfend wie Honig, und bitter wie Zigarettenrauch.

 

Sie sah ihn und sah dieses Bild. Und sie wusste dass ihn niemand so verstand wie sie.

 

Niemand sah das nebeltriefende Bild in der Ecke einer Bar, sie dafür liebte es.

 

Sie sah ihn warten aus der Ferne. Umhüllt von buntem Rauch.

 

Sie stand vor ihm und nahm seine Hände, seine bunten Farben tropften auf ihre Finger.

 

Und seine Augen waren die aufgehende Sonne.

 

Er sah seine graue Farbe auf ihren Fingern und es tat ihm leid.

 

Nur sie,

 

sie sah den Sonnenaufgang und die Farben.

 

Nur sie sah ihn.

 

Text von: Lorena May, MSS 12

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Kurzgeschichte: Feiertag

Ganz beengend war es hier. Dort, wo so viele Menschen zusammen kamen, dort war er einsam. Bis eben hielt er noch einen hölzernen Stab in der Hand, der von Zuckerwolken umhüllt war. Jetzt war dieser auf dem mit Kaugummis und rosa Eiscreme gescheckten Asphalt unter seinen Füßen gelandet. Doch das interessierte ihn nicht. Da waren noch andere und die interessierte das auch nicht. Wie ein Popstar auf einem Laufband trugen seine Beine ihn wie von selbst durch die Fabrik, wo noch 100 weitere Popstars waren. Man sprach ihn an und wollte sein Geld. Er machte ja den Eindruck er habe welches, da er jetzt hier war. Uff, diese Tradition. Eine mühselige Volksroutine war sie. Und all die Händler, die sich um das Laufband versammelten, lachten frustriert und augenlos. Er war ihnen so egal wie letztes Jahr und das davor. Wie einsam er sich nur fühlte. Er wollte nicht nach außen schauen, er durfte auf keinen Fall stehen bleiben, denn er fürchtete die mahnenden Blicke der Mitläufer. Ganz laut war es hier. Wahnsinnig konnte man werden. Aus allen Gassen rechts und links, da vorn und da konnte man in wilder Fuge schleifenhaft Werke wie „Cordula Grün“ und „Atemlos“ hören, die ohne den Genuss bitter-bräunlicher Flüssigkeiten nur als Lärm zu erkennen waren, wenn sie sich mit den unschön überzeugten Lauten der Menschenrudel vermischten. Er war nicht so. Er war nur aus Versehen hier, er hatte etwas missverstanden. Er hatte sein Rudel schon lange hinter sich gelassen, um mit ihr glücklich zu werden. Und sie war auch nicht so. Gerne würde er jetzt nochmal seinen Holzstab halten, um seine kalten Finger zu beschäftigen. Doch seine Beine bewegten sich weiter im Strom mit den anderen Beinen bis zur letzten Gasse.

 

Fiona

(kk)

 

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Ergebnis der SV-Wahlen 19/20

Heute war es soweit. Die neue SV-Spitze wurde gewählt. In der 5. Stunde versammelten sich alle Klassen und Kurse zur Vorstellung der beiden Bewerberteams auf dem Schulhof. Zwar wurde schon im Vorhinein ordentlich Werbung in Form von Plakaten und Flyern gemacht, dennoch hatten beide Teams noch einmal die Möglichkeit, sich ganz persönlich bei den Schülerinnen und Schülern vorzustellen. Danach ging es für Alle zurück in den Klassensaal, um eine Stimme für eins der beiden Teams abzugeben.

 

Nach der 7. Stunde stand das Ergebnis fest. Die neuen Schülersprecher sind Sophia Zucco (MSS 12) ,  Angelina Zimmermann (MSS 12) und Finn Becker (9d).

 

Von uns als Redaktionsteam herzlichen Glückwunsch zum neuen Amt.

 

(kk)

 

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Die Welt braucht starke Frauen!

 

Anlässlich des Tages der Gleichstellung von Frauen ein Kommentar von Hannah Kaiser:

Wir leben in einer modernen Gesellschaft. Eine Gesellschaft, in der die veralteten Denkweisen über die Rolle der Frau längst überholt sind. So sollte man zumindest meinen. Dass sich die Rechte und die Stellung der Frau im Laufe der Zeit erheblich verbessert haben, ist nicht abzustreiten – doch von „Gleichberechtigung“ kann auch heute noch lange nicht die Rede sein.

 

 „Die Gleichberechtigung in Deutschland stagniert“, bewertet Spiegel Online die Ergebnisse des sogenannten „Global Gender Gap Reports“. Dieser beschäftigt sich jährlich mit der Frage, wie stark sich die Gerechtigkeitslücke zwischen Mann und Frau bereits geschlossen hat.  Macht ein Staat Fortschritte? Oder hat sich die „Gender Gap“ weiter geöffnet? Deutschland kommt dabei nicht wirklich voran. Im internationalen Vergleich 2018 reicht es nur noch für Rang 14, auch wenn die „Gender Gap“ bereits zu knapp 78% geschlossen ist.

 

Noch immer verdienen Frauen weniger als Männer. 2017 lag die „Gender Pay Gap“, also der prozentuale Unterschied zwischen dem durchschnittlichen Bruttoverdienst von Männern und Frauen, laut Statistischem Bundesamt bei 21%. Neben Erklärungsansätzen wie die häufige Beschäftigung von Frauen in Teilzeit oder in schlecht bezahlten Branchen gibt es jedoch eine Grauzone, die sich mit keiner plausiblen Begründung rechtfertigen lässt, kurz: Lohndiskriminierung. Aktuelles Beispiel aus den USA: „House of Cards“-Darstellerin Robin Wright, die trotz gleichwertiger Rolle 80.000 Euro weniger als Kollege Kevin Spacey erhielt.

 

Die Frau als Mutter und Verantwortliche für den Haushalt; als intellektuell Unterlegene und finanziell Abhängige des Mannes. Dass diese antiquierten Vorstellungen nach wie vor in vielen Köpfen verankert sind, ist bittere Realität. Umso wichtiger ist es deshalb, unserer Gesellschaft immer wieder vor Augen zu führen, dass sich diese Einstellung ändern muss. Frauen müssen sichtbar werden!

 

Die Welt braucht starke Frauen.

 

Frauen wie Malala Yousafzai. Im Kampf um Bildung und Gleichberechtigung in ihrer Heimat Pakistan riskierte sie ihr Leben. Dennoch ließ sich die junge Aktivistin nicht unterkriegen, sprach vor den Vereinten Nationen und wurde 2014 mit gerade einmal 17 Jahren mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

 

Oder wie Schauspielerin Alyssa Milano, die mit #metoo 2017 eine Bewegung ins Rollen brachte, die Frauen weltweit im Kampf gegen sexuelle Belästigung vereinte – der späte Anfang einer Auseinandersetzung mit einem bisher totgeschwiegenen Thema.

 

Diese Beispiele zeigen, dass es sich lohnt, für seine Rechte einzutreten. Frauen dürfen sich nicht als „das unsichtbare Geschlecht“ sehen, denn genau dann bleiben sie auch unsichtbar. Vielmehr braucht die Welt moderne Frauen und Männer, die sich gemeinsam für eine Gleichbehandlung der Geschlechter einsetzen. Nicht erzwungene Frauenquoten oder missverständliche Frauentage sind die Lösung, sondern ein Umdenken.

 

Frauen müssen sichtbar werden in einer Welt, die immer noch lernen muss, was Gleichberechtigung wirklich bedeutet.

 

 

 

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Vorstellung der Kandidaten der SV-Wahlen 19/20: Team 2

Hallo, wir sind Finn Becker (9d), Sophia Zucco (Mss 12) und Angelina Zimmermann (Mss 12).

 

Wir kandidieren für die Sv-Spitze (2019/20) .

 

 

 

Wieso solltest Du uns wählen?

 

Wir würden uns freuen eure Interessen vetreten zu dürfen und möchten durch gemeinsame Projekte unsere Schulgemeinschaft stärken!

 

 

 

Unsere Ziele:

 

Im Vordergrund steht für uns ein angenehmes Schulklima um die individuelle, freie Entfaltung jeden Schülers zu fördern. Unser Ziel ist es, jedem Schüler, der sich an uns wendet, mit seinen persönlichen Problemen und Sorgen beiseite zu stehen. Das Thema Mental Health wird bei uns nämlich großgeschrieben.

 

Besonders stolz sind wir auf unser Mitglied Finn Becker, da wir in ihm eine nähere Verbindung zu den jüngeren Schülern unserer Schule sehen und somit ein Vertreter derer Stimmen und Verwirklicher derer Interessen. Wir möchten, dass jeder Einzelne die Möglichkeit bekommt, seine Wünsche und Ideen mitzuteilen um gemeinsam mit uns eine angenehme Schulgemeinschaft zu pflegen.

 

Um diese Ziele verwirklichen zu können brauchen wir Deine Stimme!

 

(kk)

 

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Vorstellung der Kandidaten der SV-Wahlen 19/20: Team 1

Hey,

 

wir sind Lea, Julius und Fine aus der Jahrgangsstufe 12 und wir kandidieren bei den SV-Wahlen in diesem Schuljahr.

 

Erstmal zur Frage wieso wir uns überhaupt dafür interessieren eure Interessen im nächsten Schuljahr zu vertreten:

 

Wir sind schon länger in der Schulgemeinschaft aktiv und hatten immer viel Spaß am Mitorganisieren von Aktionen und am Sammeln von Ideen, die der Schülerschaft zugutekommen. Als SV-Spitze können wir unseren Schulalltag, der nun mal für uns alle ein sehr großer Teil unseres Lebens ist, noch ein Stück mehr mitgestalten und haben somit auch die Möglichkeit nicht nur unsere eigenen Ideen einzubringen, sondern durch ein stärkeres Einbeziehen der KSV und SV auch eure Ideen.

 

 

 

Unsere Ziele, die wir gemeinsam mit euch erreichen wollen:

 

Wir möchten, wie schon angemerkt, dafür sorgen, dass es eine viel ausgeprägtere Kommunikation zwischen den Schülern und der SV gibt, damit gerade stufenspezifische Wünsche und Vorstellungen auf jeden Fall auch zur SV-Spitze vordringen und man anschließend sehen kann, wie man diesen so gut wie irgendwie möglich nachkommen kann.

 

Damit das möglich ist, müsste gerade die KSV mehr ins allgemeine Geschehen eingebunden werden, was für uns erst einmal ein Ziel mit Vorrang ist.

 

Außerdem würden wir die Rolle der Unter- Mittel- und Oberstufensprecher stärken wollen, womit auch wiederum eine viel größere Ideenvielfalt erzeugt werden kann.

 

Des Weiteren setzen wir uns gerade mit der Kreisverwaltung auseinander, um das Anschaffen einer Mikrowelle für die MSS möglich zu machen.

 

 

 

Auch einige Ideen der letzten SV-Spitze würden wir gerne weiterführen.

 

Darunter Aktionen wie das Hawaii- und Oktoberfest, den Weihnachtspunsch, die Valentinstags- und Nikolausaktion, den Gesundheitstag für die MSS, wie es ihn auch dieses Jahr gab und ebenfalls das Projekt „Schülerblog“, der für den Austausch unter uns allen wirklich hervorragend geeignet ist!

 

Um die Schulgemeinschaft zu stärken und damit man mit seinen Mitschülern auch außerhalb des Unterrichts Zeit verbringen und Spaß haben kann, würden wir im nächsten Jahr wieder Sportevents für die Unter- Mittel- und Oberstufe ausrichten wollen.

 

Auch finden wir einen Präventionstag, wie es ihn an unserer Schule in einem der letzten Jahre bereits gab unheimlich wichtig und würden einen Solchen im nächsten Jahr ebenfalls organisieren wollen.

 

 

 

Wir freuen uns auf euch und hoffentlich auf eine erfolgreiche gemeinsame Zeit J

 

 

 

Die SV-Wahlen finden am 28.08 in der 5.&6. Stunde statt. J

 

 

 

Liebe Grüße

 

 

 

Lea, Julius und Fine

 

(kk)

 

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